Aktuelles


30.08.2021

Der regenreichste Sommer seit 10 Jahren neigt sich so langsam dem Ende zu und für uns Winzer bleibt kurz mal Zeit zum Durchatmen. Durch die vielen Niederschläge hatten die Reben ideale Voraussetzungen für das Wachstum und wir alle Hände voll zu tun um die Weinberge im Zaum zu halten. Jedoch fühlten sich nicht nur die Reben bei der Feuchtigkeit pudelwohl sondern auch Pilzkrankheiten, ein äußerst schwieriges Jahr was den Pflanzenschutz betrifft. In einigen Weinbergen müssen wir hier und da auf ein paar Trauben verzichten aber im Großen und Ganzen sind wir bis zum jetzigen Zeitpunkt "gut durchs Jahr" gekommen.

Die Spätburgundertrauben verfärben sich allmählich und somit beginnt die Reifephase, die Beeren werden weich und die Rebe lagert nun Zucker und andere wichtige Inhaltsstoffe ein. Um intensivere und gehaltvollere Rotweine herzustellen muss jedoch der Ertrag etwas reguliert werden. Da manche Trauben in Ihrer Entwicklung zurück hängen und den anderen wichtige Inhaltstoffe für die Reife wegnehmen, schneiden wir diese per Hand raus. Somit erhalten wir vollreife, farbintensive Beeren, der Grundstein für großartige Weine.

 

Ein für die Jahreszeit sehr ungewöhnliches Ereignis bescherte uns zusätzliche Arbeit. Die Mosel stieg nach Tagen dauerhafter Niederschläge so hoch das wir beide Weinkeller und die zwei Garagen räumen und sichern mussten, kurz vor dem Hof der Straußwirtschaft erreichte Sie ihren Höchststand. In Anbetracht der Tatsache was viele Kollegen und Anwohner im Ahrtal erlebt und immer noch durchzustehen haben ist dieses Erlebnis eine kaum zu erwähnende Nichtigkeit. 

20.06.21

Die Laubarbeit in den Weinbergen bestimmt zur Zeit unseren Tagesrhythmus. Bei hochsommerlichen Temperaturen an der Terrassenmosel starten wir schon früh morgens um die gewachsenen Triebe in die Drahtanlage unterzustecken. Ebenso hat in den Rebhängen die Blüte eingesetzt. Für uns Winzer jedes Jahr ein faszinierendes und herzerwärmendes Naturschauspiel. Das Wetter in den kommenden Tagen hat nun entscheidende Auswirkungen über den Verlauf der Blüte und schlussendlich auch auf die Ertragsmenge und Qualität der heranwachsenden Trauben. 

14.05.2021

Gestern konnten wir zum ersten Mal unseren Gutsausschank in diesem Jahr öffnen. Wir freuen uns auf die kommende Saison und ein auf ein Wiedersehen mit zahlreichen Weinfreunden. Wie gewohnt gibt es bei uns regionale Spezialitäten die für euch jeden Tag von Claudia und Karl-Josef frisch zubereitet werden. Aufgrund der aktuellen Covid-19 Verordnung ist der Aufenthalt zurzeit nur in unserem Innenhof möglich. Hierbei gibt es allerdings ein paar Regeln zu beachten. Wir können euch aktuell nur einen Platz anbieten wenn ihr:

1. einen Nachweis über eine vollständige Covid-19 Impfung vorlegen könnt.

2. einen Nachweis einer überstandenen Corona-Infektion (Genesung) erbringt z.B. eines positiven PCR-Tests der nicht älter als sechs Monate alt ist.

3. eine tagesaktuelle Bescheinigung (nicht älter als 24h) eines Corona-Schnelltest vorlegt. 

 

Es besteht auch die Möglichkeit für euch sich mit einem mitgebrachten Selbsttest, vor Ort und unter Aufsicht, zu testen. Ebenso bietet die Freiwillige Feuerwehr Ediger-Eller jeden Freitag von 18-20 Uhr einen kostenlosen Schnelltest im Gemeindehaus an.

 

Geöffnet haben wir für euch von Montag-Sonntag von 17-22 Uhr. Wir bitten euch um eine telefonische Reservierung unter der 02675-1592.  

05.05.2021

In den letzten Tagen stand für uns einiges an Arbeit in den Weinbergen auf dem Programm. So haben wir in den Steillagen die Böden per Seilzug und Grubber gelockert. Bei diesem Arbeitsschritt ist ordentlich Muskelkraft und Gleichgewichtsgefühl gefordert. Rebzeile für Rebzeile laufen wir mit dem Grubber hinter uns den steilen Hang hinunter. Per Traktor und Seilwinde, der oberhalb des Weinbergs steht, ziehen wir das Gerät durch den Boden wieder nach oben. Dabei stehen oder sitzen wir auf dem Grubber und sorgen für das nötige Gewicht. 

Wir machen dies um die Böden zu belüften damit sich die Mikroorganismen wohler fühlen und Nährstoffe für unsere Reben liefern. Ebenso verbessern wir die Wasseraufnahmefähigkeit und brechen Kapillare im Boden damit dieser nicht so leicht austrocknet. Einen weiteren positiven Effekt hat das Grubbern für uns noch, hierbei können wir mechanisch das Unkraut in den Weinbergen entfernen. Für uns zählt das Bearbeiten der Böden mit dem Grubber oder hin und wieder mal mit der Hand zu den wichtigsten Arbeiten im Weinberg. Denn nur ein gesunder Boden sorgt auf Dauer für vitale Reben und somit für guten Wein.

Desweitern haben wir in allen Weinbergen kranke oder abgestorbene Rebstöcke durch neu Reben ersetzt. Die alten Reben müssen per Hacke aus dem Boden gehackt und mit der Wurzel entfernt werden. In das entstandene Pflanzloch geben wir etwas Blumenerde und vermischen diese mit dem Mutterboden, dadurch schaffen wir eine optimale Kinderstube für die jungen Reben. Die Setzlinge aus der Rebschule werden an der Wurzel etwas eingekürzt und sorgfältig in den Schieferboden gepflanzt. Wir können nach diesen anstrengenden Tagen sagen dass alle Weinberge wieder vollständig sind und bestens vorbereitet den Austrieb erwarten.

17.04.2021

Wir haben heute bei bestem Frühlingswetter unsere Kartoffeln in den Garten gepflanzt. Durch eine im Herbst eingesäte Winterbegrünung mit Phacelia wurde der Boden optimal für die Einsaat vorbereitet. Phacelia ist eine Gründüngungspflanze und gilt als Bodenverbesserer. Sie nimmt die Nährstoffvorräte im Boden auf und gibt diese bei der Verrottung an die nachfolgende Frucht wieder ab. Außerdem sorgt die Durchwurzelung für eine natürliche Bodenlockerung.

Die Kartoffeln können Sie als unseren selbstgemachten Kartoffelsalat ab Sommer wieder in unserem Gutsausschank genießen. 

09.04.2021

Für den morgigen Fülltag, an dem der Jahrgang 2020 gefüllt wird, haben heute Karl-Josef und Johannes die Weine mit dem Schichtenfilter vorfiltriert. Wir sind mit der Kollektion sehr zufrieden und freuen uns diese bald wieder mit Ihnen gemeinsam genießen zu können. Ein paar neue Weine gibt es schon in unserem Webshop, schauen Sie doch einmal rein.